Geschichte

Gründungsmitglieder aus dem Jahre 1895

H. Schulze H.Petersen H. Bissen H. Cordes
A.Bauck H. Heitbrock W. Licht H. Lindmüller
F. Meyer H. Thiemann A. Schulenburg F. Alms
H. Meyer H. Schulz H. Bautz H. Müller
W. Munstermann      
 
Die Wehrführer seit 1895
1895-1910 Heinrich Schulze
1910-1947 Heinrich Meyer
1947-1972 August Wellmann
1972-2000 Hans-Dieter Bissen
seit 2000 Carsten Schulze
 

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Melzingen

Am 13. Juli 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Den Grundstock legte, unter dem ersten Wehrführer Heinrich Schulze, der Schriftführer Heinrich Thiemann. Es traten 17 Männer der Dorffeuerwehr bei. Sie übernahmen die damals schon von der Pflichtfeuerwehr aus dem Jahre 1879 vorhandene Handdruckspritze.

Im Jahre 1910 übernahm Heinrich Meyer die Führung der Wehr. Aus den Protokollaufzeichnungen seines Schriftführers Hermann Bissen geht hervor, daß der erste große Brand am 7. Februar 1929 zu verzeichnen war. Das Wohn- und Gasthaus brannte ab. Die Löscharbeiten wurden damals durch die vorherschende Kälte, die sogar das Wasser in den Schläuchen zum Gefrieren brachte, behindert .

Am 20. Mai 1939 erhielt die Wehr eine Magirus- Motorspritze mit Anhänger (TSA). Der Anhänger existiert heute noch.

Im Oktober 1944 brannte auf dem Rittergut von Meltzing eine Feldscheune ab.
 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch die Gemeinde Melzingen von Kampfhandlungen erfaßt. Infolge englischen Beschusses brannten am l 7.April 1945 9 Wohnhäuser, 12 Scheunen, 23 Viehställe sowie 13 sonstige Schuppen vollständig nieder; 10 Wohnhäuser, 6 Viehställe und 3 Schuppen wurden zum Teil schwer beschädigt.
Wegen des starken Beschusses war vorerst ein Löschen, sowie Retten des Viehs unmöglich. Dennoch wurde die Motor- Spritze von einigen Kameraden der Feuerwehr mit Hilfe von Dortbewohnern zum Einsatz gebracht. Dadurch konnten das angrenzende Viehhaus an der großen brennenden Scheune von August Wellmann und auch das Wohnhaus von Hermann Bissen gerettet werden. Doch bald war der Wasservorrat bei der Schule erschöpft, so daß ein weiteres Löschen nicht mehr möglich war.
Trotz aller Anstrengungen konnte nicht verhindert werden, daß 28 Pferde, 133 Kühe und Rinder, 120 Schweine, 119 Schafe und 15 Ziegen in den Flammen umkamen. Die Anwesen von Rudolf Licht, Heinrich Jainsch (früher Kuhlmann), Winkelmann (früher Lindmüller), sowie der Hof von Frau Thiemann wurden gänzlich ein Raub der Flammen. Das Rittergut von Meltzing büßte außer Granattreffern im Herrenhaus, das große massive Viehhaus mit angrenzenden Pferde- und Schweinestallungen, 2 Scheunen mit angrenzenden Wagen-, Lager- und Geräteschuppen, den großen Schafstall mit der Saisonarbeiterwohnung, den Maschinenschuppen mit sämtlichen landwirtschaftlichen Geräten sowie die beiden Mietshäuser durch Brand vollständig ein. Auf dem Winkelmannschen Hof (früher Schroeder) blieb nur die Scheune stehen. Bei August Wellmann brannte das Mietshaus, die große Scheune, sowie der Schweinestall nieder. Bei Wilhelm Burmester und Gastwirt Schulze fielen je ein Viehhaus und eine Scheune dem Brand zum Opfer. Auf der father Dfivelschen Hofstelle wurde das Wohnhaus, das Nebengebäude sowie die Scheune von H. Wöhling, sowie die Scheune und die Stallungen von Otto Thiemann vernichtet. Ebenfalls wurden die Stallungen vom Mietshaus der Frau Thiemann und die 3 Ställe von Hermann Bissen zerstört. Bei Hermann Geffert brannt die Scheune ab. Hermann Petersen büßte seinen Speicher und die Stallungen ein. Bei H. Meyer Nr. 14 brannte der Schweinestall, sowie ein Teil vom Nebengebäude des Mietshauses ab. Als erschreckende Bilanz des Beschusses war festzustellen, daß fast kein Gebäude im Ort unbeschädigt blieb. Aber bei allem Unglück war immerhin kein Menschenleben zu beklagen.

Im Jahre 1947 übernahm August Wellmann das Kommando der Wehr.

Das neue Gerätehaus wurde am 20. Mai 1956 übergeben. Vier Jahre später kam es zu ersten Umbauten, in derem Zuge der Schlauchturm errichtet wurde.

Eine neue Motorspritze erhielt die Feuerwehr am 15. Mai 1963.

Am 6. Mai 1972 übernahm der  Ortsbrandmeister Hans- Dieter Bissen sein Amt.
Das Jahr 1976 ging trauriger Weise als arbeitsreichstes Jahr in die Geschichte ein. Zunächst brannte am 4. April der Viehstall auf dem Rittergut nieder, am 15. Juli wurde das Stallgebäude bei llsemarie Bode-Völker ein Opfer der Flammen und am 24. August brannte die Feldscheune des Landwirtes Henning Burmester ab.

Der öffentliche Dusch- und Waschraum im Feuerwehrhaus wurde 1978 zum Schulungsraum umgebaut.

Die Wehr übernahm am 6. Oktober 198l ihr erstes Fahrzeug. Dieses TSF/T benutzte vorher die Freiwillige Feuerwehr Linden.

Auf der Generalversammlung 1985 wurde Carsten Schulze zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Seit dem 18. September dieses Jahres ist Melzingen an die Funksirenensteuerung angeschlossen. Das Stallgebäude von Gustav Müller brannte am 8. Oktober 1985 ab.

Mit Sabine Flügge trat am 1. Juli 1988 die erste Frau der Wehr bei.

Beim Wohnungsbrand auf dem Hof Oelze kam am 1. Janunar 1991 ein Mann durch Rauchvergiftung ums Leben. Dies war der Auslöser für die Teilnahme einiger junger Kameraden am Atemschutzlehrgang.

In den Jahren 1993/1994 wurden in das Gerätehaus Toiletten eingebaut.

13. Juli 1995 - 100-jähriges Bestehen